Montag, 30. November 2009

Добро пожаловать к Вена!


Thanks to a pen-friendship initiated by a tennis colleague, i have the honour of welcoming Yulia Kraeva, a young lady from Moscow/Russia, in Vienna from December 31 until January 7. I always loved showing visitors around, and i haven't hit the tourist trail for quite a while, so I gladly took up the "duty" of being her tour guide. Since she'll be here for more than a week, and her hosts Heinz & Anna are pretty busy fostering their 4-months-old baby at the moment, i guess we'll have plenty of time to enjoy Vienna in all its diversity instead of just ticking off the most important sights. In a way, visits like these give you the opportunity to rediscover your hometown and appreciate the fact that you live here and not elsewhere. So I already took some time off work, and look forward to be spending a full week holiday - without even leaving the city.

As so many Russians - and Vienna tourists in general - Yulia is very interested in the classical music department and wants to see "the city of so many great composers". This gave me a reason to finally try out things I've never really cared about (but many people actually come here for) and i bought tickets for a classical music performance by the Vienna Philharmonic Orchestra (Beethoven's 9th symphony at the Konzerthaus) on January 1 and for a typical Viennese Operetta (Johann Strauss' "Fledermaus") at the opera on January 6. I'm really curious whether I'm gonna like it. I always thought of operas as an aquired taste, but merely being in this building for the first time should be reason enough to do it.

Apart from these 2 classical venues and the obvious trips around Ringstrasse, Innere Stadt, Schönbrunn & Belvedere I have also planned to see Orson Welles' black & white Viennese classic "The Third Man" at the Burg Cinema (followed by a ride on the ferris wheel of course), visit the Naschmarkt together, and include some interesting museum trips such as the Edvard Munch exhibition at the Leopold Museum or the Impressionism exhibition at the Albertina. Last, but not least, I've also added some recreational activites to our schedule, such as ice skating at the Wiener Eislaufverein (WEV) and relaxing at the only Turkish bath in Vienna, the Hamam at "Aux Gazelles"! I think it's a pretty good plan for 1 week, and I hope we get most of it done, without being under stress or not getting along. Communication might be a problem - i speak "njet" Russian, and her English needs improvement - but I think that might make it all the more entertaining for both of us! :-)

Samstag, 21. November 2009

Tennis Exhibition Essling vs. Ottakring


In Abwesenheit unseres Wahl-Australiers Stefan Podar durfte ich erstmals beim "The Group" Tennisdoppel teilnehmen, wodurch es zu einem Vergleichskampf Essling vs. Ottakring kam, welcher fairerweise auf neutralem Boden (in der MAXX23 Halle in Altmannsdorf) ausgetragen wurde.

Um ein möglichst ausgeglichenes Spiel zu gewährleisten, einigte man sich bereits im Vorfeld auf ein Duell Lackner/Petzelbauer gegen Pusam/Park. Dass es allerdings so spannend UND hochklassig werden würde, damit hatte wohl niemand gerechnet. Sämtliche Kontrahenten waren 100%ig fokussiert, was schon die Tatsache zeigte, dass Max Petzelbauer eine taktische Besprechung mit seinem Doppelpartner am Vorabend im Charlie P's ablehnte, um am Samstag körperlich voll fit zu sein...


Bereits der erste Satz war charakteristisch für das ganze Spiel: während die ehemaligen "Blondschöpfe" Lackner/Petzelbauer von Beginn an die Initiative übernahmen und konsequent den Weg ans Netz suchten, wurde man doch immer wieder vom Kampfgeist und quirligen Defensivspiel der koreanisch-wienerischen Paarung überrascht. Der Linkshänder Michi Pusam konnte einige spektakuläre Long-Line-Passierbälle anbringen, und schüchterte mit Schnurrbart, Fönwelle und geballter Faust seine Gegner auch optisch ein (siehe Foto). Sein Partner Stephan "The Chinese Cat" Park quittierte dies mit diabolischem Lacher und überzeugte mit katzenhafter Gewandtheit am Netz. Dank starker Aufschlagleistung (geschätzte Ass-Statistik 5:0) verwandelten die beiden ein 0:2 noch in ein 6:4.

Ein ähnliches Bild bot sich im bitter umkämpften 2. Satz: Lackner/Petzelbauer gingen zunächst rasch 2:0 in Führung, doch Park/Pusam drehten erneut den Spieß um und standen bei 5:3 (Aufschlag Park) bereits kurz vor dem Sieg! Dank punktgenauer Lob-Returns von Petzelbauer und Lackner'schen Vollstreckerqualitäten am Netz konnte jedoch dem Chinesen der Aufschlag abgenommen und auf 4:5 verkürzt werden. Alex Lackner, mit dem neuen BABOLAT PURE DRIVE angetreten, machte es im darauffolgenden Game allerdings selbst am spannendsten, als er bei 30:0 Vorsprung zwei Doppelfehler beging, und sein Team damit nur 2 Punkte von der Niederlage trennten. Trotz tückischer, tiefer Slice-Returns von Park zog er den Kopf aber noch aus der Schlinge, und mit frischem Selbstvertrauen konnte danach auch eines der zahlreichen Marathon-Aufschlagspiele von Michi Pusam gewonnen werden. Dieses Break liess man sich nicht mehr nehmen, Max Petzelbauer servierte anschliessend trocken zum 7:5 aus.

Damit schien das Blatt gewendet - Park/Pusam wirkten etwas entnervt und ermüdet, und auch der starke 1. Aufschlag liess die beiden zusehends im Stich. Mit dem Auftrieb des gewonnenen 2. Satzes im Rücken, und unter der Devise "kurz und schmerzlos" spielten sich Petzelbauer/Lackner im entscheidenden 3. Durchgang schnell ein vorentscheidendes 5:1 heraus. Doch auch in dieser aussichtslosen Situation zeigte sich nochmal die Moral der Gegner, die dank eines starken Aufschlagsspiels von Pusam und einem Break gegen Petzelbauer nochmal auf 5:3 herankamen, bevor ein Break gegen Stephan Park der Schlacht nach knapp 2 Stunden ein Ende bereitete!

Erschöpft, aber durchwegs begeistert von der Qualität der Begegnung, versprach man einander schon bald Revanche - möglicherweise wird diese auf Sand stattfinden, was die beiden Verlierer noch gefährlicher machen könnte...

Bonmot des Tages:

Lackner: "Es ist meistens so, dass ein technisch stärkerer Spieler das Niveau des gesamten Spiels hebt, und sich dadurch auch alle anderen Spieler steigern! Ich spiele gegen technisch bessere Leute meist auch eine Klasse besser als gegen schwächere..."

Park: "Also haben wir dich quasi mitgezogen heut..."

Petzelbauer: "Jetzt is ma klar wieso wir sonst immer so scheisse gspielt haben - der Stuffi zieht uns alle runter!"

Und ich denke ich weiss auch, wer in der glühenden Sonne Australiens bereits Trainingseinheiten auf dem Tenniscourt einschiebt...